Kontakt

 

 030 45606416

 

alafia.e.V@gmx.de

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Retten Sie ein Leben ! Notoperationen für Mädchen nach Genitalverstümmelung

Beratung durch eine Mitarbeiterin von ABN in der Familie vor der Operation von 2 Mädchen

 Für 150 kann einem Mädchen geholfen werden!

 

 

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung!

Sie ist Ausdruck der Unterdrückung von Mädchen und Frauen. Die betroffenen Mädchen und Frauen lernen, dass der eigene Körper, das eigene Empfinden minderwertig sei. Sie sind nicht gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei, sondern verpflichtet und gezwungen, ihrer Familie zu dienen. Begründet  wird die weibliche Genitalverstümmelung mit hergebrachten Traditionen, medizinische Mythen sowie religiösen und ökonomischen Argumenten.

 

Welche Formen der Beschneidung werden in Burkina Faso praktiziert und wie viele Mädchen und Frauen sind betroffen?

23 % Klitoridektomie: teilweise oder vollständiges Entfernen der Klitoris und/oder der Klitorisvorhaut

45 % Exzision: zusätzliches Entfernen der kleinen Schamlippen

13 % Infibulation: Entfernung der sichtbaren Genitalien und anschließendes Zunähen der Wunde bis auf eine kleine Öffnung

(Quelle: WHO study group on female genital mutilation and obstetric outcome in The Lancet 2006;367:1835–1841)

 

 

Welche Folgen können auftreten?

Unmittelbare Folgen sind enorme Schmerzen und Blutverlust, die zu einem lebensbedrohlichen Schock  führen können. Häufig treten Infektionen mit HIV, Hepatitis u.a. Krankheiten auf, wenn mehrere Mädchen mit denselben Instrumenten beschnitten werden. Daneben treten oft lebenslange körperliche, seelische und sexuelle Beeinträchtigungen auf wie chronische Schmerzen und Infekte, Inkontinenz, Beschwerden beim Wasserlassen, bei der Menstruation und beim Sexualverkehr. Bei Geburten besteht ein erhebliches Risiko für Mutter und Kind. Häufig tritt Unfruchtbarkeit auf, die einen Scheidungsgrund darstellt. Auch psychische Probleme wie Panikattacken, Depressionen, Schlaf- und Essstörungen sind häufig. Ca. 25 % der Mädchen und Frauen sterben während der Genitalverstümmelung oder an deren Folgen.

 

Was wird dagegen getan?

Seit 1996 gibt es das Gesetz zum Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung, dennoch wird Genitalverstümmelung  illegal noch weiter praktiziert. ABN leistet hier seit Jahren erfolgreiche Aufklärungsarbeit. Durch die Arbeit von ABN konnten schon viele Genitalverstümmelungen verhindert werden. Aber die bereits Betroffenen leiden weiter an den Folgen. Viele wenden sich deshalb an ABN. Dort werden Notoperationen organisiert.

 

Pro Jahr werden ca. 50 Notoperationen erforderlich.

 

Für 150 € erfolgt eine wiederherstellende Operation mit postoperativer Versorgung in einer anerkannten staatlichen Klinik. Ein hervorragender, international bekannter Gynäkologe, Professor Dr. Akotionga, stellt seine Dienste kostenlos zur Verfügung. Die Summe deckt auch die Kosten der Voruntersuchung und Beratung vor und nach der Operation sowie Organisationskosten wie z.B. für den Transport der Mädchen.

 

  Helfen auch Sie!